Musik Programm

Vorläufiges Musik-Programm
Auf der „Agora“, dem Marktplatz, spielen sich in familiärer Atmosphäre die Konzerte, Performances und Theater ab. Sie bildet die traditionelle Basis – sozusagen das Herz, um welches sich das erweiterte Festival auf den anderen Ebenen entfaltet.

Timetable @ Agora Konzertbühne

Freitag, 5. Juni

Samstag, 6. Juni

Sonntag, 7. Juni

Timetable @ Wald & Fusion Floor

Freitag, 5. Juni

Host: Clubcruisemusic – www.clubcruisemusic.com
Genauer Timetable tba

Samstag, 6. Juni

Host: sub etasch – http://subetasch.org 
https://soundcloud.com/subetasch
https://vimeo.com/groups/subetasch
https://www.facebook.com/dickgelb
https://soundcloud.com/dickgelb

Aerial Silk Performance “Aerosomnia” mit Daniela Staudinger  www.aeriality.at
Filzwand-Deko mit interaktiven Projektionen von Astrid Resch & Team

Sonntag, 7. Juni

Timetable tba

Bands- und Musikerbeschreibungen

Freitag, 6. Juni 2014 @ “Agora”

18h: Dreamtime (D/A) – würzige Singer-/Songwriter-Mischung

Mit Dreamtime schufen Sylvia Kirchherr und Christian Amin Varkonyi Klänge und Gesänge, die das Herz und die Seele im Urgrund berühren und auf eine Reise jenseits aller Worte mitnehmen. Die Weisen ihrer Zusammenarbeit sind zutiefst magische und selbstgefundene Lieder, die mit ausdrucksstarker und bewegender Stimme in einer uralten Seelensprache oder auf spanisch gesungen, die Verbundenheit zu etwas Größerem für alle Zuhörer spürbar werden lässt. Meisterhaft gespielte Hang, Charango, Gitarre und Flöten weben Melodien aus anderen Zeiten und Welten mitten ins Herz und in das Jetzt hinein, zaubern einen Teppich aus Träumen und Sehnsüchten.

Sylvia Kirchherr – Stimme & Gitarre
Christian Amin Varkonyi – Hang & Charango & Flöte
http://bit.ly/1Mgz0GY

20h: The Uforiks (D/A) – Elektro Pop

Zwei Bayern und eine Oberösterreicherin treffen sich auf der Erde, um schließlich ihre Mission “die Uforisierung der Menschheit” zu starten. Eine Mischung aus Songwriting, elektro-akustischen Beats und Synthesizern; mit kritisch-melancholischen Texten, die der Menschheit noch was zu sagen haben. Gesang und Gitarre, Drums und Keys beamen uns in andere Sphären.

Robert Duda – Gitarre, Gesang
Eva Brandner – Keyboard, Piano
Eugen Luz – Schlagzeug
http://theuforiks.com

22h: Pablo Johann (D/A) – World, Acoustic-Electro

Ob im Stadion vor zehntausend Menschen oder auf den Straßen Mexico City´s, Pablo Johann begeistert weltweit Menschen mit seiner Musik und energiegeladenen Live-Performance. Eine Gesellschaft im nachhaltigen Wandel wird besungen, ein Mensch der sein Ändern lebt, erzählt: “Pablo J spielt mit Tönen und Worten, ein humorvolles Spiel mit dem Tod als ultimativem Ratgeber. “Wie so manche Biografie von Menschen die viel in ihrem Leben bewegen, beginnt die folgende Geschichte mit großen Herausforderungen. Pablo J ist aufgewachsen in einem SOS Kinderdorf im Herzen Europas. Diese besondere Form der Familie prägt stark sein Weltbild. Das Kinderdorf ist eine nicht staatliche, unabhängige und überkonfessionelle Organisation, aktiv in über 133 Ländern dieser Welt. „Auch wenn im Spiel des Lebens der eine rot, schwarz, weiß, grün oder blau ist, unter unserem Trikot sind wir alle Menschen. Jeder gleich wertvoll wie der andere.“ “Pablo Johann´s Musik vermittelt der Welt ein Gefühl von Verbundenheit.” Musikalisch begleitet und unterstützt wird Pablo J. von Sajona Naré, einer der feinsten Percussionistinnen des Alpenlandes.

Pablo J: Gesang, Gitarre, Looper, Keyboard
Sajona Naré: Percussions, Gesang, Hang, Shrutibox
www.pablojmusic.com

24h: The Rautha (D) – Didge-Beats from Outa Space

Ansgar-M. Stein ist „der Rautha“, die biologisch-instrumentale Lebensform aus dem Raum zwischen den Sternen – das Wesen mit dem charakteristischen Rautenmuster. Der Didgeridoo-Virtuose aus Hannover performt einen vielseitigen Hybrid-Stil, in dem modernes Didgeridoo-Spiel und traditionelle Einflüsse zu einem reduzierten, völlig elektronikfreien Didgeridoo-Trance-Programm verschmelzen. In seinem extravaganten Setup aus ultraleichten Didgeridoos, Cajon und Perkussion vereint er knackige Didgeridooriffs und kompakte Grooves zu einer abtanzbaren Soundfront.

Ansgar-M. Stein – Didgeridoo, Cajon, Effekte
www.projectpan.de
https://myspace.com/ansgarstein

Samstag 7. Juni 2014 @ “Agora”

16h: Pangani (NÖ) – Dub, Ambient

Als „Pangani“ bastelt Sebastian Frisch live/improvisierte elektronische Musik, in welcher sound-designte Elemente auf einem Foleyboard (selbst gebauter perkussiver Synthesizer) bearbeitet werden. Es besteht aus einem sound-reaktiven Holzbrett, auf welchem verschiedenste Materialien wie Samen, Sand oder Bürsten verwendet werden, um ganz neue Klänge zu generieren. Die abgenommenen Signale werden im Anschluss durch ein Effekt-System in sich ständig modifizierende Klangskulpturen verwandelt. Dieses Setup gibt Sebastian die Möglichkeit sich vom Laptop-Bildschirm zu lösen und durch den Einsatz physikalischer Klangobjekte ‘im Moment’ zu spielen. Die resultierende Musik kann zwischen psychedelischem Dub, Ambient, Klangkunst und Chill-out positioniert werden.

Sebastian Frisch – Synthesizer/Foleyboard
https://vimeo.com/118547501 http://freshmania.de

18h: Zabelov Group (CZ/RU) – Nujazz

Zabelov Group besteht aus dem fabelhaften russisch/tschechischen Duo Roman Zabelov (Akkordeon) und Jan Sikl (Schlagzeug). Zwar nur zu zweit, erzeugen diese beiden jungen Musiker mit vielen Effekten & speziellen Synthesizern ein wohl-tönendes und verträumtes, fast filmisches Orchester. Dabei spannt sich der stilistische Rahmen von Ambient & Minimal zu modernen Grooves und Broken Beats. Letztes Jahr spielten sie als Vorband des berühmten Scottish Hidden Orchestra und der englischen Kultfigur Poppy Ackroyd. Die tschechischen Musikkritiker sind sich einig, Zabelov Group ist in unserem Nachbarland die Entdeckung des Jahres 2014 .

Roman Zabelov – Akkordeon
Jan Sikl – Schlagzeug
www.zabelovgroup.com

20h: Lii Sun (Graz) – Trip Hop

Lii Sun formierten sich spontan im Frühjahr 2010, um den damaligen Lendwirbel in Graz zu eröffnen. Gemeinsam spielten sie inzwischen auf verschiedenen kleineren und größeren Festen. Mal akustisch, mal synthetisch spielten sie in verschiedenen Formationen, doch das Gerüst blieb bis heute gleich. Nach viel zu langer Pause wurde nun endlich die Arbeit wieder aufgenommen und Lii Sun widmet sich nun wieder ihren Klangexperimenten, um daraus ein stimmiges Ganzes zu formen. Wir freuen uns ganz besonders auf ein weiteres Gastspiel am Tree of Life-Festival, wo wir sie schon 2010 hören und genießen durften.

Liisa Sadovnik – Piano & Vocals
Manuel Schöndorfer – Gitarre
Lukas Juvan – Drums
www.liisun.at

21:45h Oriental Dance Performance: Victoria Inanna & Friends (A)

Mit einer dynamischen Mischung aus Bauchtanz, Tribal Fusion, Contemporary, Afro Dance und Hip Hop leiten die begabte Victoria Inanna und ihre Freunde den groovigen Teil des Abends ein.
www.facebook.com/victoria.inanna.dancewww.youtube.com/channel/UCkIjlmmQTNWRTIlpglskKUA

22h: LiLa – the indian jazz project (A/IND) – Indian Jazz

Das Wort “lila” bedeutet in Sanskrit „zu spielen“. Die tiefere Bedeutung von Lila bedeutet göttliches Spiel, das Spiel der Schöpfung und Neuschöpfung. “Lila – das indische Jazz Projekt” ist eine musikalische Reise. Es begann im Jahr 2012 mit dem Wunsch, Musik jenseits musikalischer Genres zu machen und die Schönheit der Musik mit dem Publikum zu teilen. Inspiriert durch eine Reise nach Indien haben die österreichischen Jazzmusiker Peter Schroll und Gerhard Buchegger in der Begegnung mit den Brüdern Pintoo und Haider Khan aus Rajasthan neue Wege des musikalischen Ausdrucks gefunden. Musikalische Spielarten aus verschiedenen Kontinenten treffen sich – indische Rhythmen konfrontieren westliche Harmonien; komponierte Harmonien fließen in eine improvisierte Ganzheit. Das Zusammenspiel zwischen den indischen und westlichen Jazz-Musikern ist inspirierend und erfrischend. Frei von musikalischen Konventionen oder definierten Genres erreicht Lila musikalisches Spektrum von sensiblen Klanglandschaften bis hin zu komplexen und kraftvollen Rhythmen. “Lila, frei und tief, ist sowohl die Freude an sich und die Freude an diesem Moment, das Spiel von Gott. Es bedeutet auch: Liebe.” (Stephen Nachmanovitch)

Peter Schroll – Gitarre, Komposition
Pintoo Khan – Khartal, Morchang, Bhapang
Haider Khan – Tabla
Gerhard Buchegger – Piano, Akkordeon
Josef Kolarz – Klarinette
www.lilajazzproject.com

24h Foliba & Abdoulaye Badji (POL/SEN) – Rhythmen & Dance – African Inspirations

Die polnische Band Foliba findet ihre Wurzeln im Klang der afrikanischen Percussion-Instrumente wieder. Multidimensionale Rhythmen erzeugen eine Schwingung in der Luft, die dem Körper reines Leben schenkt und zum dynamischen Tanz mitreißt. Für diese magische Mischung nutzen die Musiker einen außergewöhnlichen Satz an Instrumenten: Djembe, Dunduns, Balafon, Shekere und Kora. Auf ihren zahlreichen Afrikareisen haben sie von Meistern aus Burkina Faso, Guinea und Gambia gelernt, diese scheinbar strengen Instrumente mit einer spielerischen Leichtigkeit zu beherrschen und ihnen pulsierende Ekstase zu entlocken. Unterstützt werden sie bei ihrem ersten Kautzen-Gastspiel vom weltberühmten Kora-Spieler Abdoulaye Badji aus Senegal. Achtung! Foliba hebt die Umgebungs-Temperatur um mindestens 15 °C.

Łukasz Dembiński – Djembe, Dundun
Abdoulaye Badji – Kora
Sławek Janus – Balafon, Dundun
Darek Mikłasz (Djembe, Dundun)
Jędrzej Kuziela (Dundun)
www.foliba.pl

Sonntag 8. Juni 2014 @ “Agora”

10h: Seniore GüMix (A) – Sonnen-Dub

Der Gründer des legendären Dub-Clubs im Wiener Flex ist seit 25 Jahren im Geschäft und darf sich auch schon „RAS“ nennen. Mittlerweile eine Institution, spielte GüMix mit Größen wie Kruder & Dorfmeister, LT J Bukem, Rockers HIFI, Ursula Rucker, African Bambata, Fauna Flash, etc…. Die Sonntags-Messe steht also ganz im Zeichen von Dub-Reggae, Funky-Tech House, Afro-Brazil und Soulfull Ragga, Yuhuu!
www.play.fm/gumix

12h: Klangwirkstoff Scheibosan (A) – Sonnen-Grooves

Seit 1977 ist Gerald Scheiber aka Klangwirkstoff Scheibosan Sammler von Musik diverser Stile und seit 1981 als DJ auf Parties und großen Festivals rund um den Globus unterwegs und ist bereits ein alter Hase der österreichischen Elektro- und Downbeat-Szene. Zum Kult wurden seine berühmten Black Coffee Compilations die zum fixen Inventar jedes Lounge-Clubs gehören. „Verschiedenste Musik – verschiedene Welten – aber alle sehr nahe beieinander – MUSIK eben“ Der erfahrene Tausendsassa Scheibosan ist sowohl der Gastgeber am Freitag auf dem Wald- und Fusionfloor als auch Dirigent des traditionellen Sonntag-DJ-Ringerls auf der „Agora“ und der Modeschau-Parade.
www.scheibosan.at

14h: Klangmüller (A) – Sonnen-Trip Hop

Klaus Langmüller ist ein musikalischer Cosmopolit, Vinylcollector, CD-jockey, DJ-Controllervirtuose, Schubladenfeind, und am Mischpult seit 16 Jahren. Angefangen in den wilden 90ern mit dem Einzug von Techno… verwirrt in den späten 90er Jahren durch die Stiltrennung und Schubladenbildung… „wie war das noch House, Techno, Goa… wohin nun?“… gelandet in der Psytrance-Szenerie, immer bemüht die Schubladengrenzen zu sprengen… daher macht er auch Yoga und leitet die Schwitzhütte auf der Feenwiese.
https://soundcloud.com/klangm-ller

16h: Kinder Spezial Session (Erde) – Theater, Performance & Spiel

In diesen zwei Stunden haben die Kinder die Möglichkeit, alles was sie an den vergangenen Festival-Tagen in ihrem Reich gemeinsam entwickelt, erprobt und gestaltet haben, zur festlichen Darstellung zu bringen. Der Regisseur und Drehbuchautor Philip Aleksiev und sein Team begleiten sie dabei.
http://www.culturefly.net http://ccx.free.fr http://www.renelieb.com

18h: Sparkling Eyes (OÖ) – Singer-Songwriter

Das Singer-Songwriter-Duo Bernhard und Nadide Ruthammer spielt sich mit seinen musikalischen Eigenkompositionen in die Herzen der Zuhörer und bohrt manchmal am Nerv der Welt. Dynamische Rhythmen, ausdrucksstarke Texte auf deutsch und englisch sowie der Einsatz von E-Geige und Looper garantieren eine abwechslungsreiche Darbietung.

Bernhard Ruthammer – Gitarre, Gesang
Nadide Ruthammer – Gitarre, Violine, Looper, Gesang
http://bit.ly/1JPpo13

20h: Tree of Life All Star Session (ISR/Erde) – Multidimensional

Der israelische Multi-Künstler Shiran Antebi („full range Artist“) nimmt schon im Vorfeld des Festivals mit allen teilnehmenden Musikern Kontakt auf und webt mit ihnen dann auch während des Festivals einen tönenden Abschluss-Teppich, auf dem die Besucher rhythmisch und erfüllt nach Hause gleiten können.
http://shiranantebi.wix.com/shiranantebi

Programm & Hosts @ Wald- & Fusion-Floor

Freitag, 5. Juni 2015

Host: Clubcruisemusic (Wien)

Clubcruisemusic bezeichnet sich als ein “Label in Bewegung” und wurde von Doblhoff, Schallmayer & Staufer im Jahr 2005 in Wien gegründet. Daraus entstand eine lebhafte Gemeinschaft mit internationalen Musikern & DJ`s für Jamming, Aufzeichnungen und schließlich fertigen Produktionen für ein besseres Leben. Die Liebe zu Acid Jazz, Funk, Disco, elektronischen Grooves, House & World Beats fühlt man bei jedem Ton; sie lassen sich jedoch nicht auf ein Genre reduzieren.

Max Doblhoff

Max Doblhoff ist ein echter Alleskönner. Er begann schon im zarten Alter von drei Schlagzeug zu spielen und seit 20 Jahren dreht er an den Plattenspielern seine Runden. 2005 gründete er mit seinem Freund Michael Schallmayer das DJ-/Live-Band Crossover-Projekt “VienaLoco” und war seitdem auch Initiator der legendären Naglhof-Festivals. Max liebt es auf jeden Fall gemeinsam mit anderen Musikern die Prime-Time mit pumpenden Beats zu rocken und eine feine Mischung aus House & Tech House, Tribal, Disco / Breaks, Afro Latin World und Electrofunk zu kredenzen.

Stoney the Flute

Bevor sich Michael Steindl a.k.a. Stoney the Flute in der elektronischen Szene von Wien etablierte, studierte er klassische Flöte an einer Wiener Musikschule. Bereits mit 16 Jahren spielte er schon in verschiedenen Funk Bands, und begann seinen Stil Richtung Jazz und Acid Jazz zu entwickeln. 2002 begann er schließlich auch am Gustav Mahler Konservatorium Jazzflöte zu studieren. Später entdeckte er seine Liebe zur elektronischen Musik und arbeitete sowohl im Studio als auch live mit namhaften Künstlern der Wiener Elektronik-Szene, wie Shanti Roots, Stefan Obermaier (Vienna Scientists), Mauracher (Fabrique/Universal Records), Karuan (Sunshine), Rodney Hunter oder Karl Möstl (G-Stone) zusammen. In den Clubs begleitete er mit seinen einzigartigen Jazzflötenimprovisationen zahlreiche DJ ́s wie Scheibosan, Jürgen Drimal, Bionic Kid oder DJ-Kollektive wie Bujaka, Groovebox und Clubcruise. Damit begann eine musikalische Reise, die ihn mit zahlreichen Projekten durch die Clubs und Festivals von Europa sogar bis nach Afrika führte, und die nun erfreulicherweise hier in Kautzen Station einlegt.

Carl Avory

Bei Carl Avory erleben alle einen ungewöhnlichen Widerspruch: “Hooligan”-Look, der brutale Energie vermuten lässt und ein immenser Stimmumfang, der ein großes sanftes Herz mit aller Liebe ausschüttet. Carl hat kein Interesse an der Kosmetik des modernen Pop-Idealismus, er schwitzt, lacht, weint, headbangt, witzelt und singt in voller Wahrhaftigkeit. Vienaloco Live Max Doblhoff (Electronics & Percussions) Stoney the Flute (Flöte & Synth) Carl Avory (Gesang)

Support:
Scheibosan (Spagat Music/Berlin)
Klangmüller (Independent/Vienna)
Genauer Timetable wird bis zum Festival bekannt gegeben.www.clubcruisemusic.com

Samstag, 6. Juni 2015 @ Wald- & Fusion-Floor

Host: sub etasch (NÖ)

Das im Waldviertel schon sehr bekannte Künstlerkollektiv der sub etasch hat sich für ihre heurige Teilnahme folgendes überlegt und vorgenommen:ENDZEIT

Tag & Nacht

Wir assoziieren mit dem “blinden Seher”, der auf “die Nacht wartet” die gegenwärtige gesellschaftliche Herausforderung: Wir sehen, es muss sich etwas ändern – nur in welche Richtung? Ideen und Ansätze gibt es viele, nur welche Konzepte greifen, welche lassen sich durchsetzen? Die Taktik des “blinden Sehers” ist scheinbar: Erst mal abwarten (auf die Nacht? auf das Ende des Tages, die Endzeit?). Und: Auf das Bauchgefühl hören (womit “sieht” er sonst?) Wir versuchen, die Krise als Umbruch – und somit als etwas Positives – zu begreifen. Endzeit ist nicht unbedingt Untergang, sondern eher Neuanfang. Das soll durch buntes Treiben untertags eingeläutet werden: Unsere Nachwuchs-Residents Melanie Gabler und Jonas Nieft werden quasi direkt vom DJ-Workshop auf die Bühne geholt: Was sie auflegen? Das wird definitiv eine Überraschung für alle. Melanie Gabler plant mit David Cornelius unter dem Namen “Rum Coco” eine DJ-/Tanz-Performance rund um das Thema Chillen und den Tag genießen (also abwarten). Zwei Stunden werden wir uns am Nachmittag bewusst frei halten – um spontane Jams oder Live-Sessions zu ermöglichen. Oder erneutes Durchatmen. Daniela Staudinger (“Aeriality”) wird bei ihrer Aerial Silk Performance ab Einbruch der Dunkelheit zur lebendigen Projektionsfläche. Die Performance “Aerosomnia” spielt mit den Themen Schlaf, Traum und Sich-treiben-lassen: “Schläfst du noch oder träumst du schon? Schwimmen in Projektionskunst… umhüllt und getragen die Perspektive wechseln… Als Tanzpartner dienen das Tuch und die Erdanziehungskraft.” (www.facebook.com/zebraonair) Astrid Resch wird auch eine Projektionsfläche beisteuern – und zwar aus Filz. Sie wird auch eigene Visuals mitbringen – geplant ist eine interaktive Lichtinstallation mit Overhead-Projektoren. Am Abend soll man sehr wohl das Tanzbein schwingen können. Es wird also schon das bewährte DJ-Line-Konzept am Fusion-Floor geben, nur: Vorgabe an die Djs ist das Thema Endzeit & Apokalypse. Das wird in allen Variationen durchgespielt werden können: Vom Dub über UK-Bass oder Deep House bis hin zum Techno – mit den DJs Firebug, Northern Lights, Cosmicsadashiva, Karton und HGM8. Auf die Endzeit schwingt uns “Knarz Ignaz” am frühen Abend ein – mit einem seiner “Live-Improvisation-Error”-Gigs.

Infos zu sub etasch:

SUB ETASCH
Kollektiv / Regionale (Sub-)Kulturplattform / Temporäre Anlaufstelle Ursprünglich als urbaner Off-Space in der Provinz (Waldviertel) konzipiert, wuchs die sub etasch zu einem kleinen, offenen (Künstler-)Kollektiv heran, das gemeinsam arbeitet, Ideen austauscht und Kulturveranstaltungen organisiert. Die zahlreichen bisher genutzten Räume – der “Verein zur Förderung antikommerzieller Kunst und Subkultur” wurde 2007 in Gmünd/NÖ gegründet – dienten als Werkstatt, Gemeinschafts-Atelier, Veranstaltungsraum, Treffpunkt und “Spielraum” für Experimente aller Art. Nach drei Jahren in Gmünd war die “Homebase” drei Jahre in Aalfang, dazwischen und immer wieder bespielte die subetasch das Wald4tler Hoftheater (Pürbach), die Eisenberger Fabrik (Gmünd), das Seedcamp (Kautzen), die Kunstfabrik Groß Siegharts, das Kunsthaus Horn, unterschiedliche Locations in Wien und Tschechien oder den Badeteich in St. Martin. Mit dem Begriff “Spielraum” (nach Hermann Glaser) kann theoretisch beschrieben werden, was die “sub etasch” im Idealfall praktisch umzusetzen vermag. Spielraum ermöglicht Kommunikation und Interaktion, macht RezipientInnen zu AkteurInnen, versetzt vom Alltag in spielerische, laborähnliche Situationen, ermöglicht prozesshafte konkrete Praxis und ist ein Bereich für geregelte Verunsicherung. Das “Nicht-Perfekte” – die Notwendigkeit zur Improvisation und Flexibilität eines charmanten und chronisch unterfinanzierten Ambientes – war bisher nicht unbedingt nur ein Nachteil, sondern entpuppte sich als Vorteil in Bezug auf das In-Frage-Stellen diverser Konventionen. “Raum” verstehen wir dabei nicht unbedingt als fixen Ort, sondern als sozialen Raum, den handelnde Akteure und Objekte konstituieren und der theoretisch überall inszeniert werden kann. Es bestehe ein Bedarf an performativen, hybriden Aktions- und Lebensräumen, schreibt Paul Divjak, also Räumen, “die nicht nur Erlebnis versprechen, sondern zum aktiven Erfahrungsaustausch, Fragenstellen und gemeinsamen Ideenentwickeln einladen.” (in: “Integrative Inszenierungen”) Erfolg wird nicht an Massentauglichkeit (Besucherzahlen) oder Gewinnmaximierung gemessen, sondern an den Möglichkeiten zur Verständigung, zur Selbstreflexion und Artikulation bzw. zum Austausch der eigenen Standpunkte. Differenzen werden nicht nur akzeptiert, sondern als sinnvoll erachtet. Scheitern ist eine Möglichkeit, kein Hindernis: “Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, Orte zu schaffen, an denen sich so etwas wie Identität herausbildet, vielleicht reicht es schon Orte bereitzustellen, die ein Hafen sind, wo Schiffe kommen und gehen, bisweilen auch verkommen und untergehen, manche länger angedockt liegen, manche nur für eine Nacht.” (Elisabeth Schweeger: “Verkommene Ufer – Kunstmaterial.”)

http://subetasch.org