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Prozessionen

Wir sammeln uns gut gelaunt, geschminkt und kostümiert auf der Feenwiese und wandern musizierend und tanzend den Bach entlang Richtung Agora-Bühne.

An Bord sind Trommeln, Dudelsack, Rasseln und andere Musikinstrumente, große und weite Fahnen, Megaphone, große Schilder mit lustigen Chor- und Liedtexten, ein Wagen mit Brennholz und acht Äxten, ein kleiner Musik-Wagen, eine Sänfte für den ‘Held des Tages’, ein mobiles Feuer in Schale und zwei Pferde.

Agora und Wasserbar

Vor der Agora-Konzertbühne formieren sich ums Feuer dynamische Kreistänze mit Trommeln, Rasseln, Shaker. Eine vitale Wasserbar versorgt alle Beteiligen mit dem erfrischenden Element und bringt den Kreislauf für die schwere Arbeit an der nächsten Station in Schwung.

Holy Hole (Underground Garden)

Die Prozession wandert weiter und gelangt an eine kleine Anhöhe, wo die Komposttoiletten, die Stier-Ställe des Herkules, stehen. Täglich wird hier gemeinsam ausgemistet und mit Schaufeln und Rechen der Underground Garden im Holy Hole angelegt. In gruppendynamischen Ritualen werden persönliche Sachen begraben, aber auch Feinde, schlechte Erinnerungen, schlechte Wünsche. Am Ende werden jeweils Blumen gesetzt.

Heldenbaum (Memory-Tree)

Wir wandern die Agora-Wiese hinunter zur Brücke am Bach zum Heldenbaum. Der Baum wird von einer offenen Werkstatt umrundet in der aus Ton Namensschilder in Form von tönenden Flöten gestaltet werden. Geleitet wird das interaktive Ton-Workshop von der Ukrainischen Keramikerin Natalia Myronenko, die auch die Fonts (Buchstaben-Formen) entworfen hat. Die Flöten werden dann im örtlichen Hafnerbetrieb direkt in Kautzen gebrannt und für die Ewigkeit haltbar gemacht.

Weiters werden Wander-Sprüche auf Holztafeln gelasert und das "O" der Odyssee mittels Siebdruck auf Fahnen und T-Shirts gedruckt, Glasflaschen werden mit Kränzen geschmückt wie auch die Menschen der Prozession.

Es gibt lobende Ansprachen und Lesungen mit Anekdoten zu den Protagonisten und Mitwirkenden der Festival-Geschichte. Musikalisch wird die Szenerie von Glocken, Litanei-, Opfer,- und Heldengesang untermalt, um den Helden und Veteranen des Platzes zu gedenken, sie zu ehren und zu feiern!

Hades - Trashbar

Die Prozession zieht weiter, an der Mühle vorbei und gelangt zum Abgrund des Hades an die Trashbar. Am Ende der Sortieranlage wird gemeinsam die ‘Installation des Überflusses’ aktionistisch initiiert und mutiert in Folge zu einem täglich wachsender Organismus, in dem sich unsere Wegwerfgesellschaft widerspiegelt.

Tempel des Materialismus - Kassa (Garage)

Bei der "Installation des Überflusses" zwischen Garage/Kassa und Trashbar wird durch Opfergaben stimmungsvoll das ‘Holy Money’ spontan und improvisiert mit den gerade ankommenden neuen Besuchern gehuldigt und geehrt – wir wollen ja die Götter für die weitere Reise gütig stimmen ;-)

Am Sonntag endet der Umzug auf der Agora-Wiese, auf der es rund um einen großen Gabentisch mit Lagerfeuer ein ausgelassenes Abschluss-Ritual mit Jam-Sessions, Singkreisen und vielen Geschenken gibt. Wir feiern Weihnachten, Ostern und alle Geburtstage gleichzeitig, bis zum Sonnenuntergang, dem Ende des Festivals.